Federer: „Ich habe große Hoffnung, dass ich in Stuttgart gut spielen werde“

Federer: „Ich habe große Hoffnung, dass ich in Stuttgart gut spielen werde“

Stuttgart,

Stuttgart, 12. Juni 2017. – Vor seinem ersten Auftritt am kommenden Mittwoch beim MercedesCup auf dem Stuttgarter Weissenhof stand Roger Federer heute bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort.

Roger Federer über seine ungebrochen große Motivation

Ich spiele fürs Leben gerne Tennis. In den letzten Wochen und Monaten bin ich jetzt auch noch Trainingsweltmeister geworden. Endlich kann ich wieder Turniere spielen. Ich freue mich riesig darauf. Das zeigt mir auch, dass es im Kopf stimmt, dass ich gerne Matches spiele und trainiere. Ich habe gerne das Gefühl des Erfolgs, die Welt zu bereisen, Leute zu treffen und vor den Fans zu spielen. Auch andere Kulturen und verschiedene Centre Courts zu erleben. Ich empfinde es als großes Privileg, es auch mit meiner Familie zu tun und mit einer tollen Mannschaft. Deshalb gefällt mir Tennis so gut.

Roger Federer über die ausgelassene Sandplatz-Saison

Wenn man Pause macht, hilft das dem Körper zu regenerieren. Auch im Kopf abschalten. Dann ist die Freude riesig groß, wieder zurückzukommen. Dann kommt das erste Match, dafür hat man trainiert, das will man. Wenn man zu lange spielt, fehlt es oft irgendwann am Feuer. Bei mir wird das Feuer nicht mehr erlöschen, weil ich nicht mehr so viel spielen werde. Ich muss dafür die richtige Balance zwischen Training, Pause und Matches finden.

Roger Federer über seine Aktivitäten in der Pause

Ich hätte gerne nach Miami länger Ferien gemacht. Ich bin nur fünf Tage in die Ferien gefahren, dann hatte ich in Zürich gegen Andy Murray schon das „Match for Africa“. Danach habe ich an der Kondition gefeilt, damit ich diesen Block gleich als Erstes hinter mich bringe. Ende April hatte ich dann das zweite „Match für Afrika“ mit John Isner. Dort war auch u.a. Bill Gates, das war eine super Erfahrung. Danach ging es wieder mit Training weiter. Jetzt bin ich frisch und verletzungsfrei und kann mich gut in die Rasensaison einfinden. Ich hatte gute Sparring-Partner, keine Probleme mit dem Körper. Das ist natürlich auch immer eine Erleichterung. Trainingsblöcke sind oft gefährlicher als Matches.

Roger Federer über seine Chancen, wenn er bei den French Open gegen Nadal gespielt hätte

Sonntag hätte ich Nadal nicht schlagen können, nicht in dieser Verfassung. Ich habe schon vorher gesagt, dass er die Sandplatzsaison „zerstören“ wird. Ehrlich gesagt, habe ich während meiner Pause nur sehr wenig Tennis geschaut. Nur die Ergebnisse. Ich habe selbst trainiert und viel Zeit mit der Familie verbracht. Wenn ich bei einem Turnier bin, schaue ich viel Tennis. Wenn nicht, dann schaue ich auch nicht viel – nur über Livescores bzw. die Ergebnisse. Stan (Wawrinka) habe ich ein bisschen mitverfolgt und natürlich hat mir das für ihn im Paris-Finale leidgetan. Dass Nadal das so durchziehen konnte, war absolut gigantisch.

Roger Federer über die Umstellung auf Rasen

Die Rasensaison ist kurz und intensiv. Mein Spiel werde ich nicht groß verändern. Größter Wechsel wäre, wenn ich jetzt rausgehen und nur Serve & Volley spielen würde. Ich glaube, ich bin gefährlicher, wenn ich offensiv spiele, von der Grundlinie komme und viel durchmische. In Wimbledon wird es sich dann nochmal anders anfühlen. Einfach von der Größe des Platzes und vom Belag her. Man muss sich immer umstellen. Rasentennis bedeutet viel reagieren. Die Antizipation ist eigentlich meine große Stärke. Nach meiner Pause muss das für mich wieder natürlich werden. Wie wehrt man Breakbälle ab, wie holt man sie? Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen. Ich habe aber große Hoffnung, dass ich in Stuttgart gut spielen werde.

Roger Federer über seine Ziele für die restliche Saison

Wimbledon ist mein großes Saisonziel. Das war schon Anfang des Jahres so. Da hat Rafas Sieg in Paris nichts daran geändert. Das war sein großes Ziel und es war schön zu sehen, dass man sein großes Ziel erreichen kann. Rafa hat das gerade vorgemacht, auch wenn es für mich nicht optimal ist, dass er jetzt mit so großem Selbstvertrauen nach Wimbledon kommt (lacht).

Roger Federer über den MercedesCup in Stuttgart

Das Turnier hier hat eine Seele, weil es in einem Club stattfindet. Der Wechsel auf Rasen ist erst vor kurzem gekommen. Ich weiß nicht, wie es vorher war, aber die Stimmung ist jetzt sicher anders. Es ist nicht weit von mir daheim. Ich bin mit dem Auto hierher gefahren und es war schön, wieder mal in Deutschland auf der Autobahn zu fahren. Die Organisatoren sind sehr nett, die Leute freuen sich auch auf das Turnier. Körperlich sieht es für mich heuer besser aus als letztes Jahr und ich freue mich schon riesig auf das Turnier.

Roger Federer über die Situation im Kampf um die Nummer eins in der Weltrangliste

Rafa Nadal hat durch seine Erfolge auf Sand viel Vorsprung auf mich. Ich wusste aber schon nach Miami, dass ich große Teile der Sandplatzsaison auslassen werde und es dadurch noch schwieriger wird. Aber die Saison ist noch lange. Es ist auch absolut nicht mein Fokus, an die Nummer-eins-Position zu denken. Sollte es im Herbst zu einem Showdown kommen, wird es eben so sein. Auch Rafa wird nicht die ganze Zeit auf die Weltrangliste schauen, sondern einfach versuchen, so viele Turniere wie möglich zu gewinnen.

Roger Federer über den aktuellen Zustand von Novak Djokovic

Wenn man es vergleicht zu vor einem Jahr, ist er in einer verhältnismäßig schweren Situation für ihn. Er ist aber gleichzeitig noch immer Top 4, im Race Top 10, obwohl er für seine Verhältnisse schlecht spielte. Aber klar, die erste Hälfte des letzten Jahres war so unheimlich gut für ihn. Schon überraschend, dass es dann so gekommen ist. Indian Wells und Miami waren dann heuer solche Momente. Ich muss zugeben, dass ich ihn leider sehr wenig spielen gesehen habe und ich kann seine Situation deshalb schwer beurteilen. Ich habe das mehr durch die Medien mitbekommen. Er ist ein zu guter Spieler, dass es ständig so weiter gehen wird. Auch er wird wieder Grand Slams gewinnen und um die Nummer eins kämpfen. Daher erwarte ich in Zukunft wieder einen starken Djokovic.

Roger Federer über ein mögliches Duell mit Tommy Haas in der zweiten Stuttgart-Runde

Ich weiß, dass Tommy Haas gut auf Rasen spielt. Ich habe gestern mit ihm trainiert. Er hat eine fantastische Rückhand, kann gut variieren, hat das Publikum im Rücken. Und er hat mich vor nicht allzu langer Zeit im Finale von Halle geschlagen. Er ist ein guter Freund von mir. Ich hoffe für ihn, dass er die erste Runde gewinnt. Es wäre gut fürs Turnier und auch Tommy und ich würden uns freuen.

Roger Federer über das Geheimnis, noch immer so gut Tennis zu spielen

Ich habe praktisch aufgehört, alle auch nur annähernd gefährlichen Sportarten zu betreiben. Die Verletzungsgefahr ist zu groß. Aber das ist kein Problem für mich, ich habe ja jetzt auch Kinder und andere Interessen. Ich muss jetzt nicht Fußball spielen, Squashen oder Skifahren gehen. Ich bin seit letztem Jahr sehr selektiv, welche Turniere ich spiele. Ich achte darauf, dass ich genug Zeit zum Regenerieren habe. Das tut dem Körper gut. Deshalb spielt, glaube ich, auch Tommy Haas noch. Ich hatte oft Zeit zum Regenerieren. Jetzt macht mein Körper überhaupt kein Problem. Der Rücken ist gut, das Knie hält auch gut. Ich muss schauen, dass ich immer genug Schlaf bekomme, jetzt wo mit den Kindern und generell viel los ist. Das ist für mich das Allerwichtigste.

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