Stricker schafft Sensation

Stricker schafft Sensation

Stuttgart,

Schweizer Jungstar schafft in erst fünftem Spiel auf der ATP-Tour ersten Sieg über Top-20-Spieler.

Die Wildcard für Dominic Stricker (ATP Nr. 335) hat sich ausgezahlt. Der 18-jährige Schweizer besiegte im Achtelfinale des MercedesCup die Nummer 20 der Welt, Hubert Hurkacz aus Polen, in Stuttgart an Nummer 2 gesetzt, 7:6 (5), 7:6 (5). Damit erreichte Stricker auch bei seinem zweiten Turnier auf der ATP-Tour das Viertelfinale. Zuvor war ihm dies bei seinem Debüt im Mai in Genf bereits geglückt.

Stricker zeigte von Beginn weg weder Nerven noch Respekt vor dem großen Namen auf der anderen Seite. Hurkacz konnte heuer bereits das ATP-Masters-1000-Turnier in Miami gewinnen, fand gegen den Eidgenossen jedoch kein probates Mittel. Ohne Break ging der Satz ins Tie-Break, wo Stricker Ruhe bewahrte und diesen mit 7-5 für sich entscheiden konnte.

Zu Beginn des zweiten Satzes sah es kurz danach aus, als könnte Hurkacz das Ruder herumreißen. Er startete mit einem schnellen Break zum 1:0, Stricker gelang jedoch umgehend das Re-Break. Danach ging es mit dem Aufschlag, bis wieder das Tie-Break entscheiden musste. Und wieder behielt der junge Schweizer mit 7-5 die Oberhand. Im Viertelfinale wartet mit dem Amerikaner Sam Querrey die aktuelle Nummer 67, der sich gegen den Australier James Duckworth 6:4, 7:6 (7) durchsetzte.

Nach dem Match erklärte Stricker auf die Frage nach seiner Nervenstärke: „Ich glaube, ich bin gar nicht so ruhig, das sieht nur nach außen so aus, aber innerlich ist einiges los. Beim Matchball war ich nur froh, dass ein erster Aufschlag gekommen ist und das ein Ass war.“

Ebenfalls im Viertelfinale steht der Kroate Marin Cilic. Der US-Open-Sieger von 2014 setzte sich gegen Nikoloz Basilashvili aus Georgien glatt 6:3, 6:2 durch. Zwei Sätze benötigte auch Felixe Auger-Aliassime, der Finalist von 2019. Die Nummer 21 der Welt aus Kanada setzte sich 6:3, 7:6 (4) gegen den Südafrikaner Lloyd Harris (ATP 54) durch. Mit Alex de Minaur schaffte ein weiterer Gesetzter den Einzug ins Viertelfinale. Der Australier (ATP 22) setzte sich im Duell mit Landsmann Jordan Thompson (ATP 64) nach verlorenem ersten Satz noch 6:7 (8), 6:3, 6:4 durch.

Für die deutschen Teilnehmer war es ein schwarzer Tag: Mit Yannick Hanfmann musste gleich der erste im Einsatz befindliche Deutsche am Donnerstag die Segel streichen. Die Nummer 96 der Welt unterlag dem an Nummer 6 gesetzten Franzosen Ugo Humbert 6:7 (9), 2:6. Danach trauerte er dem Sieg und der damit verbundenen Möglichkeit auf einen Olympiastartplatz nach: „11-9 im Tie-Break auf Rasen, das ist natürlich bitter. Zu Beginn des zweiten Satzes hatte ich eine 40:15-Führung und bekomme dann noch das Break, dann läuft so ein Match schnell einmal weg.“

Etwas später musste Peter Gojowczyk gegen den Österreicher Jurij Rodionov (Wildcard) beim Stand von 5:3 für den Österreicher wegen einer Bauchmuskelverletzung aufgeben.

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